la couverture du Culture En Jeu N°60

Le numéro 60 vient de paraître !

Au sommaire :

  • Édito : Descendre dans l'arène (Chantal Tauxe)
  • Dossier : 12 pages sur les Artistes engagés
  • Théâtre, le retour des troupes
  • La guerre des plateformes
  • À Villars-sur-Glâne en attendant Noël
  • Pratique du droit d’auteur
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Jeder Franken für die SRG ist ein Franken für den Zusammenhalt der Schweiz

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Die Volksinitiative „No Billag „ ist eine Gefahr für die Schweiz. Indem sie die Radio- und TV-Gebühren abschaffen will, stellt sie die Existenz des Service Public infrage. Sagen wir es klipp und klar : Die SRG kann dem Schock einer Abschaffung der Gebühren nicht standhalten, auch wenn die Initianten das Gegenteil behaupten. Sie würde verschwinden, und mit ihr ungefähr 6’000 Arbeitsplätze. An einem einzigen Abstimmungssonntag würde man einen Schlussstrich unter SRF, RTS, RSI, RTR und Swissinfo ziehen – sowohl beim Radio als auch beim Fernsehen. Um diesen Schiffbruch abzuwenden muss die Initiative No Billag verworfen werden.

Die Befürworter dieser verhängnisvollen Initiative behaupten das genaue Gegenteil. Die Initianten meinen, die SRG werde sich mit höheren Werbeeinnahmen über Wasser halten. Aber ein kurzer Blick auf die Tatsachen vernichtet dieses Argument. Heute stellen die Radio- und TV-Gebühren 75 Prozent der Einnahmen der SRG dar. Es wäre für die SRG unmöglich, diesen massiven Gewinnausfall durch Werbeeinnahmen zu kompensieren, selbst mit einem brutalen Einschnitt bei den Dienstleistungen. Wer die Gebühren abschafft, schafft auch die SRG ab. Die No Billag-Initiative ist in Wahrheit eine No SRG-Initiative.

Für die französisch- und italienischsprachige Schweiz wäre der Schlag besonders verheerend. Diese Landesteile verfügen nicht über die kritische Grösse, um überregionales Radio und Fernsehen zu finanzieren. Die Westschweiz und das Tessin sind auf die Solidarität der Deutschschweiz, die ihnen einen Teil ihrer Gebühreneinnahmen zuspricht, angewiesen.
Die „No Billag“-Initiative ist in Wirklichkeit eine „No SRG“-Initiative
Die Abschaffung der Gebühren würde auch die privaten Radiound Fernseh-Stationen schwächen. Vergessen wir nicht, dass diese Medien jedes Jahr von Bundessubventionen im Umfang von dutzenden Millionen Franken profitieren. Dieses Geld wird durch die Gebühren finanziert. Ohne diese Unterstützung könnte fast kein privater TV-Sender in der Schweiz überleben und die privaten Radios wären in einer schwierigen Situation. Unzählige Arbeitsplätze werden hier infrage gestellt.

Und was wäre mit dem Schweizer Film ? Die Filmbranche profitiert jedes Jahr von ungefähr 40 Millionen Franken, die ihm durch den „Pacte de l’audiovisuel“ aus den Radio- und TV-Gebühren zugesichert sind. Die SRG unterstützt damit den Schweizer Film, der einer rauen internationalen Konkurrenz ausgesetzt ist. Die gesamte Schweiz profitiert von den Film- Hits, die auf Schweizer Boden von einheimischen Künstlern geschaffen werden.

Der Service Public ist ein Reichtum für unser Land. Er bringt einen unverkennbaren Mehrwert mit sich. Zuallererst fördert die SRG den nationalen Zusammenhalt der Schweiz. Sie betont die kulturellen und sprachlichen Eigenheiten unseres Landes und wertet sie auf. Sie bringt die Landesteile zusammen. Die SRG stärkt auch unsere Demokratie, da sie eine neutrale Berichterstattung bietet und die Meinungsbildung der Bürgerinnen und Bürger unterstützt. Und zuletzt strukturiert die SRG unsere Gesellschaft, denn gerade durch die Unterhaltungs- und Informationskanäle wird der Gesellschaftsvertrag jeden Tag neu verhandelt. Kurz und bündig: Jeden Franken, den wir in die SRG investieren, dient dem Zusammenhalt der Schweiz.

Indem wir die No Billag-Initiative ablehnen, unterstützen wir einen qualitativ hochwertigen Service Public. Am 4. März 2018 stimme ich Nein zu NoBillag.


2500 Anzahl der von der SRG unterstützten Filme, seit Beginn des Pacte de l’audiovisuel 1997
13,3 Mio. Franken wurden von RTS an Künstler für Autorenrechte bezahlt
605,1 Mio. Franken die Ausgaben der SRG im Bereich Information im Jahr 2016
39% des Gesamtbudgets
43 % Anteil der weiblichen Mitarbeitenden der SRG

© Christine Bulliard-Marbach. Reproduction des textes autorisée uniquement avec l’accord de l’éditeur et avec la citation de la source. Les illustrations sont la propriété de leurs auteurs respectifs.


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